INNSBRUCK (Melodieseite)

Innsbruck, ich muss dich lassen ist ein deutsches Lied. Text und Melodie erschienen erstmals im vierstimmigen Chorsatz von Heinrich Isaac (um 1450–1517). Es gilt als sicher, daß die Melodie von ihm selbst stammt. Sie ist vor allem durch zahlreiche geistliche Kontrafakturen bis heute präsent.

Die Erstdrucke der Melodie liegen in zwei vierstimmigen Sätzen vor. Bei dem einen (Fassung A), gedruckt 1541, wird sie im Kanon von Tenor und Sopran gesungen (Tenorlied), beim anderen (Fassung B), gedruckt 1539, vom Sopran (Diskantlied).

Bildquelle: Lemzwerg, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Liedtexter: Unbekannt

Schlüssel: F major

Die Melodie hat einen relativ geringen Tonumfang. Ihr wehmütiger Charakter entsteht vor allem durch die Zeilenschlüsse mit Seufzermotiv und die häufige Berührung der Terz. Expressiv ist das große Schlussmelisma auf das Textwort „Elend“ (n. Wikipedia)

Notensatz, 4stimmig, ohne Liedtext (INNSBRUCK, pdf, externer Link zu Hymnary.org)

Notensatz, 4stimmig, mit drei Strophen Liedtext (pdf, externer Link zu user.tu-berlin.de, aus Georg Forster, Frische teutsche Liedlein 1 (1539), Nr. 3)

Audiofiles der Melodie (INNSBRUCK, midi, mp3, externe Links zu Hymnary.org)

Lieder mit selber Melodie:

„Die Sünden sind vergeben“

„Nun ruhen alle Wälder“

„O Food to Pilgrims Given“

„O Welt, ich muß dich lassen“

„The Duteous Day Now Closeth“

„Wenn alles, was wir sehen“

Quellen und Verweise

Seite „Innsbruck, ich muss dich lassen“ in der deutschen Wikipedia

Melodieseite bei Hymnary.org

Choralmelodien bei Bach Cantatas Website: „O Welt, ich muß dich lassen“

Heinrich Isaac bei Bach Cantatas Website

Liedvortrag: Ensemble Vocafonia

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Eingestellt am 1. November 2026

(Letzte Überarbeitung am 1. November 2026)

Christliche Lieder aus sieben Jahrhunderten