„Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir haben des Geistes Erstlinge, sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kindschaft* und warten auf unsers Leibes Erlösung.“ (Römer 8, 23 LUT)
*) wörtlich: Sohnschaft
Das Warten auf unseres Leibes Erlösung bedeutet ein Seufzen unter dem Paradiesfluch. Unter ihm leidet der Erlöste gleicherweise, wie auch die übrige Kreatur. Dornen und Disteln trägt der Acker. Im Schweiß unseres Angesichtes ißt auch der Fromme sein Brot. Er wird müde und krank, und eines Tages wird auch er des Todes sterben. Erst der Gesetzesfluch ist weggenommen von denen, die „in Christo Jesu sind“. Die Verdammnis ist aufgehoben (Vers 1); nicht aber auch schon der Fluch des Paradieses. Die Seligkeit der Erlösten ist groß. Der Schwerpunkt aber ihrer Erlösung liegt im Hoffnungsfeld:
„Denn wir sind wohl selig, doch in der Hoffnung.“ (Vers 24a)
Quelle:
Die dreifache Freiheit der Erlösten nach Römer 8. Hänssler-Verlag, Stuttgart-Hohenheim 1964. Weitere Ausgabe: TELOS-Bücher Nr. 123, Neuhausen-Stuttgart, Hänssler, 1975. ISBN-10: 3-7751-0032-6 [Eintrag bei OPACplus]
Eingestellt am 8. Oktober 2026