Womit soll ich dich wohl loben (Gotter, EG für die Provinz Pommern #569)

Lob- und Danklieder.

Mel.: „Jesu, meines Lebens Leben“ (17)

1) Womit soll ich dich wohl loben,
mächtiger Herr Zebaoth?
Sende mir dazu von oben
deines Geistes Kraft, mein Gott!
Denn ich kann mit nichts erreichen
deine Gnad‘ und Liebeszeichen.
Tausend-, tausendmal sei dir
großer König, Dank dafür.

2) Herr, entzünde mein Gemüte,
daß ich deine Wundermacht,
deine Gnade, Treu‘ und Güte
stets erhebe Tag und Nacht,
denn von deinen Gnadengüssen
Leib und Seele zeugen müssen.
Tausend-, tausendmal sei dir
großer König, Dank dafür.

3) Denk ich, wie ich dich verlassen,
wie ich häufte Schuld auf Schuld;
so möcht‘ ich vor Scham erblassen,
vor der Langmut und Geduld,
womit du, o Gott, mich Armen
hast getragen mit Erbarmen.
Tausend-, tausendmal sei dir
großer König, Dank dafür.

4) Ach ja, wenn ich überlege,
mit wie großer Gütigkeit
du durch so viel Wunderwege
mich geführt die Lebenszeit;
so weiß ich kein Ziel zu finden,
noch den Grund hie‘ zu ergründen. [noch die Tiefen zu ergründen.]
Tausend-, tausendmal sei dir
großer König, Dank dafür.

5) O! wie hast du meine Seele
stets gesucht zu dir zu ziehn,
daß ich aus der Sündenhöhle
möchte zu den Wunden flieh’n,
die mich ausgesöhnet haben
und mit Kraft zum Leben laben.
Tausend-, tausendmal sei dir
großer König, Dank dafür.

6) Bald mit Lieben, bald mit Leiden.
kamst du, Herr, mein Gott, zu mir,
nur mein Herze zu bereiten,
sich ganz zu ergeben dir,
daß mein gänzliches Verlangen
möcht‘ an deinem Willen hangen.
Tausend-, tausendmal sei dir
großer König, Dank dafür.

7) Wie ein Vater nimmt und giebet,
nach dem’s Kindern nützlich ist;
so hast du mich auch geliebet,
Herr, mein Gott, zu jeder Frist
und dich meiner angenommen,
wenn’s aufs höchste war gekommen.
Tausend-, tausendmal sei dir
grosser König, Dank dafür.

8) Mich hast du auf Adlersflügeln
oft getragen väterlich,
in den Thälern, auf den Hügeln
wunderbar errettet mich.
Schien auch alles zu zerrinnen,
ward‘ doch deiner Hülf‘ ich innen.
Tausend-, tausendmal sei dir
großer König, Dank dafür.

9) Vater! du hast mir erzeiget
lauter Gnad‘ und Gütigkeit,
und du hast zu mir geneiget,
Jesu, deine Freundlichkeit;
und durch dich, o Geist der Gnaden,
werd‘ ich stets noch eingeladen.
Tausend-, tausendmal sei dir
großer König, Dank dafür.

10) Tausendmal sei dir gesungen,
Herr, mein Gott, Preis, Lob und Dank,
daß es mir bisher gelungen!
Ach laß meines Lebens Gang
ferner noch durch Jesu Leiten
nur gehn in die Ewigkeiten.
Dann will ich, Herr, für und für
ewig, ewig danken dir!

Liedtext: Ludwig Andreas Gotter (1661-1735)
Melodie: Gotha 1797, Justin Heinrich Knecht (1752-1817)
Andere Melodien: 1643, Christoph Anton „Alle Menschen müssen sterben“;1823, Philipp Friedrich Silcher (1789-1860), Choralbuch 207 (19)

Weblinks und Verweise

Liedeintrag bei Hymnary.org
Notenblatt der Melodie, 1stimmig (im pdf-Format, externer Link zu Hymnary.org), mit Audiofiles (midi, mp3, externe Links zu Hymnary.org)

Liedeintrag bei liederindex.de
Notensätze, 4stimmig (pdf Knecht/pdf, Silcher, jeweils externe Links zu liederindex.de), mit Audiofiles (mp3, Knecht/mp3, Silcher; externe Links zu liederindex.de)

Lied Nr. 10: Evangelisch-Lutherisches Gesangbuch von Wisconsin und anderen Staaten, erschienen bei Georg Brumder, Milwaukee/Wisconsin (USA), 1872; mit dem Text der Strophen 1-14 (Digitalisat bei Hymnary.org)

Lied Nr. 5: Gesangbuch für die evangelische Kirche in Württemberg. (Verlags=Comptoir des neuen evangelischen Gesangbuchs, Stuttgart 1873)

Lied Nr. 28: Gesangbuch für die evangelische Kirche in Württemberg, Schmuckausgabe, S. 43f. (Verlagskontor des evangelischen Gesangbuchs, Stuttgart 1912); Umfang 13 Strophen.


Eingestellt am 7. Dezember 2020

(Letzte Überarbeitung am 3. Oktober 2026)

Christliche Lieder aus sieben Jahrhunderten